Soka Gakkai International (SGI)

Mit rund 12 Millionen Mitgliedern in fast allen Ländern der Welt ist die Website Soka Gakkai International (SGI) eine der grossen buddhistischen Religionsgemeinschaften. Sie wurde 1930 als "Soka Kyoiku Gakkai" (werteschaffende Erziehungsgesellschaft) von den japanischen Pädagogen Website Tsunesaburo Makiguchi und Website Josei Toda gegründet und gehört als Glaubensgemeinschaft von Laiengläubigen der Schule des buddhistischen Gelehrten Nichiren (1222-1282) an.

SGI-Ausstellung „Seeds of Change“ während dem UNO Weltgipfel für nachhaltige Entwicklung in Johannesburg, Südafrika
SGI-Ausstellung „Seeds of Change“ während dem UNO Weltgipfel für nachhaltige Entwicklung in Johannesburg, Südafrika

Der Buddhist, Schriftsteller und Philosoph Daisaku Ikeda (Jahrgang 1928) wurde 1960 zum dritten Präsidenten der Soka Gakkai in Japan ernannt. Er machte sich den Wunsch seines Vorgängers Toda zu Eigen, die Bemühung um Frieden in der Philosophie des Mahayana-Buddhismus weltweit bekannt zu machen. In den 60er Jahren breitete sich der Buddhismus Nichirens über Japan in andere Länder aus. 1975 gründete Daisaku Ikeda die SGI als Dachverband der nationalen Religionsgemeinschaften und wurde zu ihrem ersten Präsidenten ernannt. 1979 trat er als Präsident der Soka Gakkai in Japan zurück, um sich vermehrt den Bedürfnissen der SGI widmen zu können. Die SGI bezeichnet sich heute als "Gesellschaft für Frieden, Kultur und Erziehung". Auf dieser Grundlage bemühen sich die Mitglieder der SGI darum, kulturellen Austausch zu fördern und das humanitäre Gedankengut des Buddhismus zu vermitteln.

Die SGI wurde offiziell als Website Nichtregierungsorganisationen (NGOs) bei verschiedenen Institutionen der Website Vereinten Nationen (UNO) registriert, darunter 1983 beim wirtschaftlichen und sozialen Rat der Website UNO (ECOSOC), 1989 bei der Organisation für Erziehung, Wissenschaft und Kultur der Website UNO (UNESCO) sowie 1981 beim Hochkommissariat für Flüchtlinge der Website UNO (UNHCR) und der Website UNO Abteilung für Öffentlichkeitsinformation (UNDPI).

Die SGI führt Flüchtlingshilfe- und Bildungsprogramme in den Bereichen Abrüstung, Umwelt, Menschenrechte und Entwicklung durch. Daisaku Ikeda, der Präsident der SGI, ist Träger des Friedenspreises der Vereinten Nationen.

Eintrittszeremonie der 2005-Klasse an der Soka Universität of America (SUA) in Kalifornien, USA
Eintrittszeremonie der 2005-Klasse an der Soka Universität of America (SUA) in Kalifornien, USA

Nichirens Lehre betont, dass individuelles Glück und gesellschaftlicher Wohlstand und Friede untrennbar sind. Es ist somit Aufgabe einer Religion, zum Wohlergehen der Gesellschaft beizutragen. In dieser gesellschaftlich engagierten Tradition steht auch die SGI. Da sie aus einer Bewegung japanischer Pädagogen entstanden ist, hat das Thema Erziehung einen wichtigen Stellenwert. Kindern eine humanistische Erziehung zu ermöglichen, war ausschlaggebend für die Gründung der ersten Soka-Schulen in Japan in den 60er Jahren. Heute unterstützt die SGI weltweit eine Reihe von Bildungseinrichtungen. Neben einem Netzwerk von Soka-Kindergärten, Grundschulen und weiterführenden Schulen in Japan gibt es seit den 90er Jahren auch Soka-Kindergärten in Hongkong, Singapur, Südkorea, Brasilien und Malaysia. 1971 gründete Daisaku Ikeda die private Soka-Universität, deren Philosophie auf buddhistischen Prinzipien beruht. Sie unterhält einen regen akademischen Austausch mit weltweit über 100 Partneruniversitäten. Sämtliche Einrichtungen stehen Schülern und Studenten aller Glaubensrichtungen offen.

Der Einsatz für den Frieden äussert sich in zahlreichen Informationsveranstaltungen in Form von Website Ausstellungen, Symposien und Foren, die die Notwendigkeit einer globalen Perspektive zur Lösung dringender Probleme unserer Zeit unterstreichen. Dazu zählt beispielsweise die in Zusammenarbeit mit der UNO Abteilung für Öffentlichkeitsinformation (UNDPI) entstandene Ausstellung "Nuklearwaffen: eine Bedrohung für unsere Welt", die von 1982 bis 1988 in 18 Städten von 15 Ländern zu sehen war. Die Ausstellung "Krieg und Frieden - Von einem Jahrhundert des Krieges zu einem Jahrhundert der Hoffnung" wurde zusammen mit der Website UNO Abteilung für Abrüstungsangelegenheiten (UNDDA) entwickelt und von 1989 bis 1994 ebenfalls international gezeigt.

Min-On Konzertvereinigung sponsert japanische Tour der Folksmusik- und Folkstanztruppe „Los Vasallos del Sol“ aus Venezuela
Min-On Konzertvereinigung sponsert japanische Tour der Folksmusik- und Folkstanztruppe „Los Vasallos del Sol“ aus Venezuela

Beispiele für das Engagement der SGI auf kulturellem Sektor sind das Institut für Orientalische Philosophie (IOP) mit Hauptsitz in Tokio, die Min-On Konzertvereinigung, das Tokio Fuji Kunstmuseum oder das Victor Hugo Haus der Literatur in Paris. Diese Institutionen arbeiten als gemeinnützige Stiftungen und dienen der Verständigung zwischen östlicher und westlicher Kultur. Das europäische Zentrum des IOP und eine Bibliothek befinden sich im britischen Kulturzentrum Taplow Court bei London, auch im deutschen Website Kulturzentrum Villa Sachsen werden in lockerer Folge Veranstaltungen des IOP durchgeführt. Alljährlich finden etwa 1.500 von Min-On gesponserte Aufführungen statt, über 90 Nationen nahmen bis heute am Austausch teil. Als "Museum, das Brücken über den Globus schlägt" stellt das Tokio Fuji Kunstmuseum die eigenen Sammlungen, die 30.000 Objekte japanischer und westlicher Kunst umfassen, Museen in aller Welt zur Verfügung. Das Museum organisierte auch die erste grössere Ausstellung westlicher Kunst in Südkorea. Im Victor Hugo Haus der Literatur befasst sich eine Dauerausstellung mit der literarischen Arbeit und der humanistischen Philosophie Hugos.

SGI Broschüre
PDF SGI Broschüre (PDF / 2.2MB)

SGI Film
Website Flashfilm - English (Flash-Streaming, Dauer: ca. 20 Minuten)
Website Flashfilm - Deutsch (Flash-Streaming, Dauer: ca. 20 Minuten)