Aktivitäten der Soka Gakkai in der Schweiz

Mai 2006

Die Ausstellung „Seeds of Change” der Soka Gakkai International (SGI) gastiert in der Universität Bern

Die Ausstellung „Seeds of Change“
„Seeds of Change“

Die Wanderausstellung "Seeds of Change" ist ein Gemeinschaftsprojekt der Soka Gakkai International (SGI) und der Website Erd-Charta-Initiative, die auch erstmals während des Weltgipfels für Nachhaltige Entwicklung in Johannesburg (Südafrika) im 2002 dem breiten Publikum präsentiert wurde.

Sie gastierte im Rahmen der Durchführung der Kampagnen-Tage „Bildung für Nachhaltige Entwicklung“ vom 30. Mai bis 02. Juni 2006 in der Universität Bern und wurde von der Soka Gakkai Schweiz (SGS) gesponsert. Zusätzlich wurde das von der SGI mitfinanzierte und ausgezeichnete Video „A Quiet Revolution“ gezeigt, das die Ausstellungsplakate informativ ergänzt. Prof. Dr. Gerd Michelsen (UNESCO-Chairman für „Higher Education for Sustainable Development“) hielt am 1. Juni ein Referat darüber, wie sich die inter- und transdisziplinäre Forschung und Lehre zur nachhaltigen Entwicklung an Hochschulen angemessen institutionalisieren lässt.

Die Ausstellung „Seeds of Change“

Der Blick auf die Ursachen der globalen, ökologischen und sozialen Probleme zeigt: Sie sind von Menschen verursacht und deshalb auch von Menschen zu lösen. Trotz der immensen Tragweite dieser Probleme und der Unmöglichkeit kurzfristiger Lösungen vermittelt die Ausstellung eine optimistische Botschaft.

Die Ausstellung weist auf Fakten hin, die den Zustand der Welt beschreiben. Jährlich sterben z.B. 2,2 Millionen Menschen, hauptsächlich Kinder, weil sie kein sauberes Trinkwasser und nur ungenügende sanitäre Einrichtungen haben und weltweit verhungern täglich ca. 30.000 Kinder. Diese Realität ist uns bekannt und wird doch oft wieder aus unserem Bewusstsein verdrängt. „Seeds of Change“ beschränkt sich nicht darauf zu beschreiben und die Fakten zu benennen. Die Ausstellung engagiert sich für eine „Nachhaltige Entwicklung“ und definiert diese als „sich den Bedürfnissen der Gegenwart widmen, ohne nachkommende Generationen und deren Bedürfnisse zu gefährden.“

Der Film zur Ausstellung „A Quiet Revolution“

Friedensnobelpreisträgerin Wangari Maathai trifft den Präsidenten der SGI Daisaku Ikeda und seine Frau in Tokio, Japan
Friedensnobelpreisträgerin Wangari Maathai trifft den Präsidenten der SGI Daisaku Ikeda und seine Frau in Tokio, Japan

Frei nach dem Motto 'Think globally, act locally' macht der Film zur Ausstellung „Seeds of Change“ Mut, in der eigenen Umgebung grosse positive Veränderungen herbeizuführen und unterstützt die Ziele der Erd-Charta für eine nachhaltige Entwicklung.

Vorgestellt werden drei herausragende Beispiele, wie einzelne Menschen in Indien, der Slowakei und in Kenia dazu beigetragen haben, Probleme vor Ort in der Heimat durch ihren persönlichen Einsatz zu lösen.
UN-Generalsekretär Kofi Annan und andere Experten kommen zu Wort. Aus Kenia wird das Beispiel der „Grüne Gürtel Bewegung“ gezeigt, das von der Umwelt- und Menschenrechtsaktivistin Wangari Maathai initiiert wurde. 2004 erhielt sie für ihr Engagement den Friedensnobelpreis.
Die Kernaussage des Films ist, dass die Handlungen auch nur einer einzigen Person, eine gewaltige Änderung hervorzurufen vermag. Er ermutigt dazu, die Herausforderung anzunehmen, eine friedliche Welt aufzubauen und eine nachhaltige Entwicklung einzuleiten.

Der preisgekrönte Kurzfilm wurde von der Organisation Earth Council, zusammen mit dem Entwicklungs- und Umweltprogramm der Vereinten Nationen produziert und von der Soka Gakkai International (SGI) gesponsert. Inhaltlich unterstützt er die Werte und Zielsetzungen der Erd-Charta für eine nachhaltige Entwicklung.